Auf Grundlage der Diskussion der Staats- und Regierungschefs zu den Themen Bildung und Kultur im November in Göteborg, hat der Europäische Rat in seiner Sitzung vom 14. Dezember Schlussfolgerungen hierzu verabschiedet. Diese stützen sich auf die Vorschläge der EU-Kommission in ihrer Mitteilung „Stärkung der europäischen Identität durch Bildung und Kultur“

Die Staats- und Regierungschefs fordern die Mitgliedstaaten, den Rat und die Kommission auf, im Einklang mit ihren jeweiligen Zuständigkeiten die Arbeiten weiter voranzubringen, um Folgendes zu erreichen:

  • eine Verstärkung der Mobilität und des Austauschs, auch durch ein wesentlich gestärktes, inklusives und erweitertes Programm Erasmus+;
  • die Stärkung strategischer Partnerschaften zwischen Hochschuleinrichtungen in der gesamten EU und die Förderung der Herausbildung von etwa zwanzig "Europäischen Hochschulen" bis 2024, bestehend aus nach dem Bottom-up-Prinzip errichteten Hochschulnetzwerken in der gesamten EU, die es Studierenden ermöglichen, durch eine Kombination von Studien in mehreren EU-Ländern einen Studienabschluss zu erwerben, und somit zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hochschulen beitragen;
  • das vermehrte Erlernen von Sprachen, sodass mehr junge Menschen neben ihrer Muttersprache mindestens zwei europäische Sprachen sprechen werden;
  • die Förderung der Mobilität von Studierenden und ihrer Teilhabe am Bildungs- und Kulturangebot, unter anderem durch einen "Europäischen Studierendenausweis";
  • die Förderung der Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten bei der gegenseitigen Anerkennung von Hochschulabschlüssen und Schulabschlüssen der Sekundarstufe in einem angemessenen Rahmen;