Am 31.01.2018 hat die Europäische Kommission eine Mitteilung zur Zwischenevaluierung von Erasmus+, gemeinsam mit einem Arbeitspapier und dem Gesamtbericht, der von einem externen Träger erstellt wurde, veröffentlicht.

Der Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass das Bildungsprogramm auf gutem Weg ist, seine Leistungskennzahlen zu erreichen. Hierzu zählt das Ziel, bis 2020 vier Millionen Studierende, Lehrer und Trainer zu unterstützen. Das Programm verfügt über eine sehr hohe Anerkennung sowohl unter den Beteiligten als auch in der Öffentlichkeit. Erasmus+ wirke sich nicht nur positiv auf den Erwerb von Kompetenzen, die Beschäftigungsfähigkeit und die berufliche und persönliche Entwicklung der Teilnehmenden aus, sondern trage außerdem zu einem erhöhten europäischen Zugehörigkeitsgefühl und zu einem verstärkten Zusammenhalt in der Union bei.

Der Bericht stellt ein hohes Maß an Komplementarität mit weiteren EU-Programmen, wie beispielsweise Horizont 2020, fest. Bei der Vorbereitung künftiger Programme solle untersucht werden, welche Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung und Finanzierung jener erfolgreichen Erasmus+-Projekte bestehen, die potenzielle Impulsgeber für Strukturreformen auf nationaler Ebene sein könnten, so z.B. durch die Strukturfonds.

Der Kommissions-Bericht weist darauf hin, dass der Zugang zu Erasmus+ für benachteiligte Bevölkerungsgruppen sowie für Schulen und kleinere Organisationen derzeit noch ausbaufähig sei und daher in Zukunft erleichtert werden sollte.

Die Evaluierung bestätigt, dass die Nachfrage in Erasmus+ deutlich das Angebot an Finanzmitteln übersteige, das Programm also künftig in der Lage sei, eine Gesamtaufstockung zu absorbieren.

Auf Grund der bisher geringeren Nachfrage will die Kommission die Finanzmittel für die Bürgerschaftsfazilität für Masterdarlehen senken. Für die Jean-Monnet-Aktivitäten wird vorgeschlagen, diese zukünftig auf den Schulbereich auszuweiten.

Die Zwischenevaluierung basiert auf den nationalen Berichten der Programmländer, der Evaluierung des externen unabhängigen Auftragnehmers ICF sowie zahlreichen weiteren Studien und Beiträgen einzelner Interessengruppen. Begleitend dazu gibt es ein Arbeitspapier der Kommission.

Kommissions-Mitteilung, Zwischenbewertung und Arbeitspapier der Kommission