Am 14. Februar hat die Europäische Kommission eine Mitteilung über die langfristige Haushaltsplanung der EU nach 2020 veröffentlicht. Für die Bereiche Bildung und Forschung lässt die Kommission erkennen, dass sie einen Status Quo oder gar Kürzungen im Budget ablehnt.

Für Erasmus+ werden zwei Szenarien zur Diskussion gestellt: Eine Verdoppelung auf 30 Mrd. Euro oder gar eine Versechsfachung der Mittel auf 90 Mrd. Euro. Derzeit umfasst das Erasmus+ Budget knapp 15 Mrd. Euro; nur knapp 4% aller Jugendlichen können durch das Programm erreicht werden.

Für das Forschungsrahmenprogramm stellt die Kommission eine Erhöhung um 50% auf 120 Mrd. Euro oder eine Verdopplung der Mittel auf 160 Mrd. Euro zur Diskussion. In einer Beibehaltung oder gar Kürzung des gegenwärtigen Budgets von 80 Mrd. Euro sieht die Kommission eine Gefährdung des Ausgabenziels für Forschung und Entwicklung von 3%, die im Rahmen der Europa 2020 Strategie von den EU-Ländern gesetzt wurde.

Die Europäische Kommission wird ihren förmlichen Vorschlag für die langfristige EU-Haushaltsplanung im Mai 2018 vorlegen.