Österreich übernimmt vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2018 die EU-Ratspräsidentschaft in einer entscheidenden Phase. Die Europäische Kommission hat im Mai/Juni 2018 die Vorschläge für die EU-Programme „Erasmus“ und „Horizont Europe“ ab 2021 vorgelegt. Die Finalisierung einer gemeinsamen Position des Rates (der EU-Mitgliedstaaten) zu diesen Programmvorschlägen steht im Fokus der österreichischen Präsidentschaft.

Zeitlich ausgerichtet am Rat „Bildung, Jugend, Kultur und Sport“ am 26.11.2018, hat sich die österreichische Regierung für den Bildungsbereich folgende Ziele gesetzt:

  • eine „teilweise allgemeine Ausrichtung“ für das Programm „Erasmus“ (2021-2027)
  • Ratsempfehlungen zur automatischen gegenseitigen Anerkennung von im Ausland erworbenen (Hoch-)Schulabschlüssen und der Ergebnisse von Lernzeiten im Ausland
  • Beginn von Verhandlungen für Ratsempfehlungen zur Verbesserung des Lehrens und Lernens von Sprachen
  • eine Nachfolge-Strategie für den strategischen Rahmen „allgemeine und berufliche Bildung 2020“ (ET 2020) zum Ausbau des Europäischen Bildungsraums

Zeitlich ausgerichtet am Rat „Wettbewerbsfähigkeit“ am 30.11.2018, stehen im Forschungsbereich folgende Prioritäten auf der Agenda:

  • eine „teilweise allgemeine Ausrichtung“ für das neue Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ (2021-2027)
  • Schlussfolgerungen des Rates zum Europäischen Forschungsraum
  • die Orientierung von Forschung und Innovation an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen
  • die Schaffung von Synergien mit anderen Förderbereichen und -programmen, wie Erasmus und Digitales Europa