Am 26. April hat Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, die neuesten Daten für die EU und ihre Mitgliedstaaten zur Erreichung der Ziele für Bildung im Rahmen der „Europa 2020“ Strategie veröffentlicht.

Für die Hochschulbildung hatte sich die EU das Ziel gesetzt, dass bis 2020 mindestens 40% der 30- bis 34-Jährigen in der EU einen Hochschulabschluss haben. Mit einem Wert von 40,7 % in 2018 hat die EU diese Schwelle bereits überschritten. Seit 2002 ist die Datenreihe, die bei 23,6% startete, stetig angestiegen. Dieses Wachstumsmuster war noch stärker für Frauen (von 24,5% im Jahr 2002 auf 45,8% im Jahr 2018) als für Männer (von 22,6% auf 35,7%). Frauen liegen damit über und Männer immer noch unter dem Gesamtziel von „Europa 2020“.

Der höchste Anteil der 30- bis 34-Jährigen mit Hochschulbildung liegt in Litauen (57,6%) und Zypern (57,1%), während der niedrigste Anteil in Rumänien (24,6%) und Italien (27,8%) liegt. Laut den Eurostat-Daten steht Deutschland mit 34,9% der 30- bis 34- Jährigen, die einen Hochschulabschluss besitzen, lediglich an 20. Stelle von den 28 EU Mitgliedsstaaten. Dieser relativ niedrige Prozentsatz beruht jedoch darauf, dass höhere Bildungsbereiche, die in einigen Ländern als tertiäre Bildung zählen, in Deutschland unter Berufsbildung fallen und hier nicht gezählt werden.

Zur Pressemitteilung von Eurostat