Die Publikation zeigt, dass Deutschland zum wichtigsten nicht-englisch-sprachigen Gastland weltweit für internationale Studierende aufgestiegen ist – auch gehen mehr deutsche Studierende und Forschende ins Ausland.

Deutschland hat Frankreich als attraktivstes nicht-englischsprachiges Gastland für internationale Studierende überholt und ist damit nach den USA, Großbritannien und Australien zur viertwichtigsten Destination weltweit aufgestiegen. Bei ausländischen Forschenden steht Deutschland weltweit sogar auf Rang drei der Beliebtheitsskala. Das zeigt der Bericht „Wissenschaft weltoffen 2019“, den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).
Die nunmehr 19. Auflage von „Wissenschaft weltoffen“ ist die wesentliche Informationsquelle zur internationalen Mobilität von Studierenden und Forschenden.

Erasmus+

Die Zahl der international mobilen Studierenden stieg um 8% von 725.000 auf 796.000 im Zeitraum 2012-2016 in den Erasmus-Programmländern. 74% der international mobilen Studierenden streben einen Abschluss in einem anderem Erasmus-Programmland an, während die übrigen 26% einen Abschluss außerhalb von "Erasmus-Europa" anstreben.
Im Rahmen des Erasmus-Programms haben ca. 223.400 Studierende einen Studienaufenthalt durchgeführt. Wichtigste Gastländer sind hier Spanien mit 15% der Erasmus-Studierenden sowie Deutschland und Frankreich mit jeweils 10% der Erasmus Studierenden. Im Hinblick auf die Herkunftsländer zeigt sich ein ähnliches Bild: Deutschland (32.100), Spanien (31.100) und Frankreich (29.900) verzeichnen die höchsten Zahlen an entsendeten Studierenden.

Hochschulprogramme für Geflüchtete

In der neuen Ausgabe zieht der DAAD auch Bilanz bezüglich seiner Hochschulprogramme für Geflüchtete. Die Zahl der Geflüchteten, die an studienvorbereitenden oder studienbegleitenden Maßnahmen im Rahmen des Programms "Integra" teilnahmen, stieg um 53% auf 10.404. Außerdem nahmen 2017 ca. 2.500 Personen an dem Programm "NRWege ins Studium" teil. Vorraussichtlich werden bis Ende 2018 insgesamt 4.300 Geflüchtete teilnehmen. Insgesamt wurden somit ca. 32.000 Kursplätze an deutschen Hochschulen durch den DAAD zur Verfügung gestellt.