Die Europäische Kommission hat am 05. November die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen, sowie den Erasmus+ Programmleitfaden veröffentlicht. Das vorgesehene Gesamtbudget beträgt rund 3,2 Mrd. Euro; 2,9 Mrd. Euro davon für die Bildungszusammenarbeit. Dies entspricht einer Erhöhung um mehr als 12% gegenüber dem Vorjahr.

Die bisherigen Förderlinien im Hochschulbereich bleiben aus den Vorjahren bestehen: Die Förderung von Mobilität und Partnerschaftsprojekten; die Unterstützung gemeinsamer Studiengänge und politischer Reformen, sowie Lehre und Forschung der Europastudien.

Die Initiative zu den Europäischen Hochschulen wird in 2020 deutlich gestärkt. Es stehen insgesamt 120 Mio. Euro für die Förderung von Pilotprojekten zur Verfügung. (LINK)

Darüber hinaus legt der Aufruf für 2020 einen Fokus auf die Kooperation und Mobilität mit Afrika. Ziel ist es, bis 2020 35.000 afrikanischen Studierenden und Hochschulmitarbeitern die Teilnahme am Programm zu ermöglichen. Die Pressemitteilung zum Erasmus+ Aufruf nimmt explizit Bezug auf die vom DAAD ko-organisierte Konferenz „Investing in people, by investing in higher education and skills in Africa“ am 25. Oktober in Brüssel: „Die Hochschulen können auch Unterstützung für den Kapazitätsaufbau in Hochschulprojekten beantragen, die unmittelbar zu den Empfehlungen der jüngsten hochrangigen Konferenz Afrika-Europa über die Zusammenarbeit im Hochschulbereich beitragen.

Weiterhin zentrales Thema im Erasmus+ Aufruf ist die verstärkte Inklusion, die Digitalisierung, sowie der Umweltschutz („Erasmus goes green“). Im Rahmen von "Erasmus goes green" sollen beispielsweise bei der Wahl eines umweltfreundlichen Transportmittels erhöhte Transportkosten finanziert werden können.