Das Erasmus+-Budget im Jahr 2018 erreichte mit rund 2,8 Mrd. EUR (10% mehr als im Vorjahr) erneut einen Rekord, wie die Europäische Kommission in ihrem Jahresbericht mitteilt. Demnach wurden 2018 rund 95.000 Organisationen unterstützt und über 23.500 Projekte bezuschusst. Insgesamt konnten mehr als 850.000 Studierende, Auszubildende, Lehrkräfte und Jugendbetreuer gefördert werden.

Für Deutschland liefert der Bericht folgende Zahlen für das Jahr 2018:

  • 2018 profitierten 110.120 Teilnehmende vom Erasmus+ Programm.
  • Insgesamt wurden 2.060 deutsche Projekte gefördert.
  • Deutschland erhielt einen Gesamtzuschuss in Höhe von 196,98 Mio. EUR
Erasmus+ Outgoing Erasmus+ Incoming
insgesamt 42.398 34.539
Studierende 33.531  23.524
Praktikanten/-innen 8.867 11.015
Hochschulpersonal  7.57 86.812

Folgende Hochschuleinrichtungen entsandten 2018 die meisten Studierenden aus Deutschland ins Ausland:

  1. Technische Universität München
  2. Ludwigs-Maximilians-Universität München
  3. Humboldt Universität Berlin

Die beliebtesten Zielländer waren 2018:

  1. Spanien
  2. Frankreich
  3. Vereinigtes Königreich

Die neue EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, Mariya Gabriel, lobte Erasmus+ als ein Programm, das Menschen auf dem gesamten Kontinent zusammenbringe, ein Gefühl von Zugehörigkeit und Solidarität vermittle und zugleich die Qualifikationen und Beschäftigungsaussichten der Teilnehmenden verbessere. Laut Themis Christophidou, Generaldirektorin für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, sei Erasmus+ ein Schlüsselinstrument in der Realisierung des Europäischen Bildungsraums bis 2025 geworden. Zudem unterstütze das Programm die Initiative der Europäischen Hochschulen, wodurch Hochschuleinrichtungen seit 2018 europaweit bereits 17 Allianzen aufbauen konnten.

Durch die Aufstockung des Erasmus+ Budgets für den Zeitraum 2021-2027 auf mindestens 30 Mrd. EUR wird das Programm auch künftig viele junge Menschen bei ihrer Auslandsmobilität unterstützen. Außerdem ist eine Kooperation mit dem Europäischen Solidaritätskorps, die sogenannte „Co-Creation“, für die Zukunft angedacht. Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es hier.

Erasmus+ Jahresbericht 2018 der Nationalen Agentur im DAAD

Jedes Jahr veröffentlicht auch die Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD einen Erasmus+ Jahresbericht, der von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird. Der Jahresbericht informiert über aktuelle Zahlen, Entwicklungen und Projekte des Erasmus+ Programms.

Der Erasmus+ Jahresbericht 2018 der NA DAAD blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Im Jahr 2018 konnten insgesamt 46.712 Personen im Rahmen von Erasmus+ gefördert werden und die Zahl der bewilligten Partnerländer stieg 2018 auf insgesamt 74.

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