Am 09. März hat die Europäische Kommission die Grundlage einer neuen EU-Strategie für Afrika veröffentlicht. Diese spiegelt das Ziel der von der Leyen Kommission wider, mit dem afrikanischen Kontinent eine enge Partnerschaft einzugehen.

Die Kommission kündigt in dieser Strategie eine Intensivierung der akademischen und wissenschaftlichen EU-Afrika-Kooperation an:

It is proposed that the EU scales up EU-Africa academic and scientific cooperation, including on technical and vocational education and training, and enhancing skills development (also in association with EU businesses) with a view to creating a knowledge society and economy.

Die akademische und wissenschaftliche Kooperation ist dem dritten übergreifenden Ziel der Strategie „nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung“ zugeordnet. Die anderen vier übergreifenden Ziele der Strategie sind: grüne Wende, digitaler Wandel, Frieden und verantwortungsvolle Staatsführung sowie Migration und Mobilität.

Die Kommission will im Rahmen der Bildungs- und Wissenschaftszusammenarbeit eine „rasche Verbesserung des Lernens, der Kenntnisse und Fähigkeiten, der Kapazitäten für Forschung und Innovation, insbesondere von Frauen und Jugendlichen“ erreichen. Hier ist die Hochschulbildung explizit einbezogen mit einem Fokus auf die Beschäftigungsfähigkeit von Absolventen und der Vermittlung von Fähigkeiten für aufkommende Sektoren, wie im Bereich Digitales. Die Mobilität von Studierenden und Lehrenden soll erleichtert werden. Auch will die EU den Aufbau von Kapazitäten für afrikanische Strukturen, die Qualitätsausbildung von Lehrenden, die Entwicklung von Forschungs- und Innovationskapazitäten sowie die Nutzung von Synergien zwischen Bildung, Wissenschaft, Technologie und Innovation für ein verbessertes Lernen unterstützen.

Grundsätzlich stimmen die hier genannten Aktionslinien mit den Empfehlungen der EU-Afrika-Konferenz vom Oktober 2019, organisiert vom DAAD, British Council, Campus France, Nuffic, der Europäischen Kommission und der Afrikanischen Union überein.

Der Vorschlag einer gemeinsamen EU-Afrika-Strategie soll in den nächsten Monaten diskutiert und auf dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU und AU im Oktober 2020 unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft verabschiedet werden.