In Vorbereitung auf die Aktualisierung des Aktionsplans für digitale Bildung hat die EU-Kommission eine öffentliche Konsultation bis zum 4. September durchgeführt, in dessen Rahmen sich auch der DAAD eingebracht hat.

Ende September 2020 will die Europäische Kommission einen aktualisierten Aktionsplan für digitale Bildung („Digital Education Action Plan“ - DEAP) mit einer Laufzeit bis 2027 vorlegen. Diese Initiative hat im Licht der Covid-19-Pandemie zusätzlich an Bedeutung gewonnen und die Konsultation hat explizit die Erfahrungen Erfahrungen von (Hoch-)Schulen mit Fern- und Onlineunterricht in diesem Kontext erfragt.

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Der digitale Wandel ist eine der Prioritäten der Europäischen Kommission, die sie in ihrer Leitinitiative Ein Europa für das digitale Zeitalter zum Ausdruck gebracht hat. Im aktualisierten Aktionsplan wird die Kommission die aus der Krise gewonnenen Erkenntnisse aufgreifen und eine Langzeitvision für den digitalen Wandel in der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU entwerfen.

Laut Kommission ziele der Aktionsplan darauf ab,

  • die digitale Kompetenz zu steigern,
  • die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten zu unterstützen, damit sie ihre Bildungs- und Berufsbildungssysteme an das digitale Zeitalter anpassen können,
  • das Potenzial des Internets voll auszuschöpfen, damit alle Bürgerinnen und Bürger Online-Lernangebote nutzen können.

Neben 2700 eingegangenen Antworten und 130 schriftlichen Beiträgen hat auch der DAAD seine Vorschläge im Rahmen der Konsultation eingebracht. Er fordert einen Fokus auf Mobilität und Inklusion, virtuelle Austauschformate, digitale Kapazitäten und die Interoperabilität von Systemen und Daten. Das vollständige Positionspapier (auf Englisch) können Sie hier einsehen: Download: DAAD-Positionspapier zum DEAP (pdf, 190,65 KB)

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hat ihrerseits das Thema digitale Bildung als Schwerpunkt in ihrem Arbeitsprogramm gesetzt und will im November mit den EU-BildungsministerInnen Ratsschlussfolgerungen zu dem Thema verabschieden.