Die Europäische Kommission hat am 12.11. – im Rahmen der vom DAAD ko-organisierten Veranstaltung zum DigiEduHack2020 unter der deutschen EU-Ratspräsidentschaft – den jährlich erscheinenden Monitor für die allgemeine und berufliche Bildung veröffentlicht.

Dieser gibt Aufschluss darüber, wie sich die allgemeine und berufliche Bildung in der EU und ihren Mitgliedstaaten entwickeln. Im Jahr 2020 liegt der Schwerpunkt des Monitors auf Digitalisierung und Online-Tools und untersucht auch die Auswirkungen von COVID-19.

Der Bericht bezieht sich auf Daten aus dem Kalenderjahr 2019 und umfasst neben einem Ländervergleich auch 27 ausführliche Länderberichte.

Der Bericht kommt u.a. zu folgenden Ergebnissen:

  • Anteil der Menschen im Alter von 30-34 Jahren mit einem Abschluss im Tertiӓr-bereich: EU-weit: 40,3%, Deutschlandweit: 35,5%, ET2020-Ziel: 40%
    Der Anteil der Personen mit einem tertiären Bildungsabschluss variiert in Deutschland je nach Bundesland zwischen 51,3% in Berlin und 21,1% in Brandenburg.
  • Studierendenmobilität in der EU (im Jahr 2018) mit Aufenthalt oder Abschluss im Ausland: EU-weit: 13,5%, Deutschlandweit: 19,9%; davon
    • Credit Mobility: EU-weit: 9,1%, Deutschlandweit 14,5%
    • Degree Mobility: EU-weit 4,3%, Deutschlandweit 5,3%
  • Innerhalb der EU weisen Luxemburg, Zypern, die Niederlande, Deutschland und Finnland (in absteigender Reihenfolge) die höchsten Anteile an „outgoing“-mobilen Hochschulabsolventen
  • Die Zahl der nach „incoming“-mobilen Hochschulabsolventen führt Frankreich die Liste in absoluten Zahlen an (78.837 im Inland mobile Hochschulabsolventen) und Luxemburg in prozentualen Anteilen (24,2%).
  • Insgesamt stammen 30,3% der Hochschulabsolventen in der EU mit Hochschulabschluss aus der EU, gefolgt von Absolventen aus Asien (22,2%), Afrika (15,9%) und europäischen Nicht-EU-Ländern (13,5%).
  • Ӧffentliche Ausgaben für Bildung (als Prozentsatz des BIP):
    EU-weit: 4,6%, Deutschlandweit: 4,2%

Laut Bericht haben die Hochschuleinrichtungen in Deutschland die durch COVID-19 bedingten Herausforderungen erfolgreich bewältigt. Lehrveranstaltungen an den Hochschulen fanden im Sommersemester in digitaler Form statt, wobei der Zugang für ausländische Studierende, die möglicherweise nicht über alle Berechtigungsnachweise verfügten, sichergestellt wurde.