Die EU-Mitgliedstaaten haben sich Ende Februar 2021 auf einen neuen gemeinsamen Rahmen für die europäische Bildungszusammenarbeit 2021-2030 geeinigt. Dieser orientiert sich eng an den Zielen zur Schaffung eines Europäischen Bildungsraumes bis 2025.

Folgende fünf strategische Prioritäten kennzeichnen den neuen strategischen Rahmen:

  • Verbesserung von Qualität, Gleichheit, Inklusion und Erfolg zugunsten eines fairen und gleichberechtigten Zugangs zum Bildungssystem für alle
  • Verwirklichung von lebenslangem Lernen und Mobilität für alle
  • Verbesserung der Kompetenzen und Motivation der Lehrenden in Bildungsberufen
  • Stärkung der europäischen Hochschulbildung
  • Unterstützung der grünen und digitalen Transformation in und durch (Aus-)Bildung

Im Bereich der Hochschulbildung wird die vollständige Umsetzung der Initiative der Europäischen Hochschulen in den Fokus gestellt als auch eine enge Abstimmung mit Entwicklungen im Rahmen des Bologna-Prozesses wie des Europäischen Forschungsraumes, um Doppelung von Strukturen und Instrumenten zu vermeiden. Ebenso wird auf die von der EU-Kommission geplante Transformationsagenda für die Hochschulen verwiesen. Für den Hochschulbereich wird zudem das Ziel des Anteils der Hochschulabsolventinnen und -absolventen (25-34-Jährige) auf 45% festgesetzt.

Der neue strategische Rahmen für die europäische Bildungszusammenarbeit folgt auf die Ende Dezember 2020 abgelaufene „ET 2020 Strategie“ (Education and Training 2020). In der Umsetzung des neuen Strategischen Rahmens wird auf die bewährten Instrumente der ET2020-Strategie zurückgegriffen (Arbeitsgruppen, Treffen der Generaldirektoren, peer-learning). Eine Zwischenevaluierung ist für 2025 vorgesehen.