Die Europäische Kommission hat eine Studie zu den Auswirkungen von COVID-19 auf die Hochschulbildung in Europa veröffentlicht. Hierbei stehen die drei Bereiche: Lehren und Lernen, die soziale Dimension der Hochschulbildung (Auswirkungen auf unterrepräsentierte und benachteiligte Lernende), sowie die Mobilität der Studierenden im Fokus.

Die Studie mit dem Titel „The impact of COVID-19 on higher education“ führt auf, dass die Pandemie im akademischen Jahr 2019/2020 die Art und Weise, wie Unterricht stattfindet, verändert und den Wandel beschleunigt hat, der bereits in Form von Online-Lehren und -Lernen stattfand. Die unmittelbaren Auswirkungen von COVID-19 auf die internationale Studierendenmobilität im akademischen Jahr 2019/2020 waren immens, da die Pandemie den internationalen Reiseverkehr praktisch zum Erliegen brachte. COVID-19 hat zu Stornierungen und Verzögerungen bei zahlreichen Mobilitätsprogrammen geführt, obwohl die meisten Universitäten (85 %) alternative Regelungen in Form von "virtueller Mobilität" über Notfall-Fernunterricht anbieten konnten.

Die Pandemie hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die Art und Weise wie Forschung betrieben wird, auf den Universitätsbetrieb (z. B. Campus-Schließungen, Verlagerung auf Online-Lernen) und auf die Universitätsverwaltung. Aufgrund der durch COVID-19 verursachten Unter­brechungen sind weltweit etwa 220 Millionen Studierende betroffen.

Die Pandemie stellt politische Entscheidungsträger und Bildungseinrichtungen vor beispiellose Herausforderungen, z. B. wie Lernverluste gemildert werden können, wie Fernunterricht eingesetzt werden kann, wie Bildungseinrichtungen sicher wieder geöffnet werden können und wie sichergestellt werden kann, dass unterrepräsentierte und benachteiligte Lernende nicht zurückgelassen werden.

Weiterführende Informationen

  • Link zur Studie „The impact of COVID-19 on higher education“