Der Rat der EU-Bildungsminister/innen hat sich mit der Verabschiedung von Schlussfolgerungen zu den Europäischen Hochschulen zu einer politischen Unterstützung für die Weiterentwicklung der Initiative bekannt.

Mit den Schlussfolgerungen „Initiative Europäische Hochschulen – Ein Brückenschlag zwischen Hochschul­bildung, Forschung, Innovation und Gesellschaft: Wegbereitung für einen neuen Bezugs­rahmen für die europäische Hochschulbildung“ bekennen sich die EU-Mitgliedsstaaten zu einer po­litischen Unterstützung für den Bestand und die Weiterentwicklung der Initiative.

Die Rats­schluss­folgerungen greifen u. a. folgende Themen auf:

  • Nachhaltiger (finanzieller) Ausbau der Pilotinitiative im neuen Erasmus+-Programm sowie eine ergänzende Förderung auf nationaler wie auf europäischer Ebene (z. B. durch Horizont Europa, der Ausbau- und Resilienzfazilität, europäische Struktur- und Investitions­fonds, InvestEU etc.) und durch Kofinanzierungs­mechanismen bei den Mitgliedsstaaten selbst
  • Es soll ermittelt werden, ob gemeinsame Europäische Abschlüsse im Rahmen der Alli­anz­en Europäischer Hochschulen notwendig und durchführbar sind.
  • Es soll ermittelt werden, welche Schritte zur Prüfung der Nutzung von Micro-Credentials in der Hochschulbildung erforderlich sind, um Lernmöglichkeiten zu erweitern.
  • Es soll überprüft werden, inwieweit die gemeinsame Immatrikulation von Studierenden und Einstellung von Wissenschaftlern und Forschenden innerhalb der verschiedenen nationalen Systeme machbar ist.

Reformen, Ergebnisse und Innovationen der Allianzen sollen für die gesamte europäische Hochschullandschaft zugänglich gemacht werden: Sie fordern die Kommission daher auf, bis Ende 2021 über die wichtigsten Ergebnisse der Halbzeitüberprüfung der ersten Allianzen zu berichten.

Weitere Themen und Aufgaben

In den Ratsschlussfolgerungen werden noch zahlreiche weitere Themen und Aufgaben von Relevanz für die Europäischen Hochschulen aufgegriffen. Dazu zählen u. a.:

  • Digitalisierung,
  • die Förderung physischer und virtueller Mobilität,
  • die Bildung für nachhaltige Entwicklung,
  • die Förderung einer gemeinsamen europäischen Sichtweise und akademischer Werte,
  • die Schaffung von Synergien in Lehre und Forschung,
  • die Förderung von Exzellenz und Innovation,
  • sowie Gleichstellung der Geschlechter und Chancen­gerechtigkeit

Europäische Universitätsverbände, wie die EUA (Link), LERU (Link) und The Guild  (Link) haben sich mit eigenen Statements zu diesen Ratsschlussfolgerungen und der Weiterentwicklung der Initiative Europäischer Hochschulen geäußert.