Das Europäische Parlament hat am 19. Mai die Verordnung für das EU-Bildungsprogramm Erasmus+ (2021-2027) formal angenommen und damit den Gesetzgebungsprozess abge­schlossen. Damit steht nun die legale Grundlage für die Umsetzung des Programms sowie die Unterzeichnung von Förderverträgen.

Ein politischer Kompromiss zur neuen Programmverordnung wurde bereits unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft im Dezember 2020 erzielt und das Programm ist mit der Veröffent­lichung des ersten Aufrufs im März 2021 gestartet. Die Verordnung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2021.

Die neue Programmgeneration von Erasmus+ verfügt über fast doppelt so viele Mittel wie sein Vorgängerprogramm von 2014-2020 (28 Mrd. Euro aus verschiedenen EU-Budgetlinien). Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments wiesen in ihrer Abstimmung darauf hin, dass es ihnen in den Verhandlungen mit dem Rat gelungen sei, zusätzliche 1,7 Mrd. Euro für das Programm zu sichern. Zu Beginn des Verhandlungsprozesses hatte das Europäische Parlament noch eine Verdreifachung des Erasmus+-Budgets gefordert. Post-Corona war dies in den Verhandlungen mit dem Rat jedoch nicht durchsetzbar.

Das Parlament hebt folgende Neuerungen bzw. Schwerpunkte des Programms hervor:

  • Innovative Modelle der Bildung (hierunter die „Europäischen Universitäten”, „DiscoverEU“ und die “Centres of Vocational Excellence”)
  • Mehr Inklusion
  • Ein “grüneres” Erasmus+
  • Mobilität für erwachsene Lernende

Neben dem Erasmus+-Programm wurden auch die Verordnungen zu den Programmen „Creative Europe“ und dem „EU-Freiwilligencorps“ formal angenommen.