Zu den Ergebnissen des diesjährigen EU-Westbalkan-Gipfels am 6. Oktober zählt u.a. die EU-Westbalkan-Agenda für Innovation, Forschung, Bildung, Kultur, Jugend und Sport, die verstärkte Investitionen für eine umfassende, langfristige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit vorsieht.

Die Agenda soll insbesondere wissenschaftliche Exzellenz und die Reform der Bildungssysteme fördern, weitere Chancen für die Jugend schaffen und dazu beitragen, die Abwanderung von hochqualifizierten Personen zu verhindern. Konkrete Unterstützung soll es bei der Entwicklung gemeinsamer Standards und Verfahren für die Anerkennung von akademischen Qualifikationen geben. Außerdem soll die Teilnahme von Albanien, Bosnien und Herzegowina, den Kosovo und Montenegro an der internationalen Dimension von Erasmus+ weiter beworben werden. Die vier Länder sind anders als Nordmazedonien und Serbien noch keine Erasmus+ Programmländer.

Alle Westbalkanländer sind mittlerweile vollständig an Horizont Europa assoziiert. Über die Programmbeteiligung hinaus sollen die Westbalkanländer sowohl in den Europäischen Forschungsraum als auch in den Europäischen Hochschulraum, den Europäischen Bildungsraum und den strategischen Rahmen ET2030 weiter integriert werden.

Hauptquelle der finanziellen Unterstützung für die Region ist die 3. Auflage des Instruments zur Her­an­führungshilfe (IPA III). Innerhalb der nächsten 7 Jahren sollen ins­gesamt fast 30 Mrd. € für die Region mobilisiert werden.

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