Am 1. Dezember hat die EU-Kommission die neue Strategie „Global Gateway“ veröffentlicht, mit der sowohl Digitalisierung, Energie und Verkehr gefördert als auch die Gesundheits-, Bildungs- und Forschungssysteme weltweit gestärkt werden sollen.

Gestützt auf die neuen Finanzierungsinstrumente des EU-Haushalts für 2021-2027 – darunter NDICI, IPA III und Horizont Europa – sollen hierzu im Zeitraum 2021 bis 2027 bis zu 300 Mrd. € an Investitionen durch den „Team Europa“-Ansatz (die EU, die Mitgliedstaaten und ihre Finanz- und Entwicklungsinstitutionen, inkl. der Europäischen Investitionsbank, sowie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) mobilisiert werden. Die EU-Delegationen in der ganzen Welt werden eine Schlüsselrolle bei der Ermittlung und Koordinierung von Global-Gateway-Projekten in den Partnerländern spielen.

Regionale Schwerpunkte

Global Gateway baut auf den Ergebnissen der Konnektivitätsstrategie EU-Asien aus dem Jahr 2018, den kürzlich geschlossenen Konnektivitätspartnerschaften mit Japan und Indien sowie den Wirtschafts- und Investitionsplänen für den Westbalkan, die Östliche Partnerschaft und die Südliche Nachbarschaft auf. Auch den Regionen Subsahara-Afrika, Zentralasien und Lateinamerika soll besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Die Strategie sieht Investitionen in qualitativ hochwertige Bildung, inkl. digitaler Bildung, mit besonderem Augenmerk auf die Einbeziehung von Mädchen und Frauen und anderen gefährdeten Gruppen vor. Die Partnerländer der EU sollen bei der Umgestaltung ihrer Bildungssysteme unterstützt und die Mobilität von Studierenden und Personal soll erleichtert werden. Mit dem Programm Erasmus+ sollen die gesellschaftlichen Verbindungen gestärkt und die „Soft Power“ der EU und die Attraktivität ihres Gesellschaftsmodells gesteigert werden. Neue Fachkräftepartnerschaften sollen die Mobilität junger Fachkräfte und Auszubildender aus den Partnerländern nach Europa erleichtern.

Zudem adressiert die Strategie die Zusammenarbeit der EU mit ihren Partnerländern in den Bereichen Forschung und Innovation und verweist darauf, dass das neue Rahmenforschungsprogramm Horizont Europa es der EU nun ermögliche, weltweit Länder, die gemeinsame Grundwerte teilen und ein starkes Wissenschafts-, Technologie- und Innovationsprofil aufweisen, einzubeziehen.

Weiterführende Informationen

Zur Pressemitteilung der EU-Kommission