Unter dem Motto „Aufschwung | Stärke | Zugehörigkeit“ übernimmt Frankreich im 1. Halbjahr 2022 den Vorsitz des Rates der EU und setzt dafür auf drei Pfeiler: Digitales, ökologischer Wandel und Soziales.

Die Präsidentschaft verfolgt dabei die folgende Prioritäten:

  1. Ein neues Wachstums- und Investitionsmodell für die EU und die Eurozone
  2. Europäische Werte; mit Instrumenten zum Schutz der Demokratien
  3. Jugend; mit der Erweiterung von Erasmus+
  4. Kultur; mit einer “Europa-Akademie“, die 100 Intellektuelle aus den 27 Ländern und allen Disziplinen vereint, um die europäische Debatte zu beleuchten
  5. Gesundheit; mit einer echten gemeinsamen Forschungsagentur und Forschungsplänen

Prioritäten für den Hochschulbereich

  • Strukturierung der internationalen Dimension der europäischen Politik in den Bereichen Hochschulbildung, Forschung und Innovation zur Stärkung Europas auf globaler Ebene
  • Förderung von Synergien zwischen Hochschulbildung, Forschung und Innovation, insbesondere im Rahmen der europäischen Hochschulstrategie und der ERA Policy Agenda
  • Stärkung der Attraktivität des Forschungsstandorts Europa durch die Unterstützung der Karriereperspektiven von Forschenden sowie durch die Weiterentwicklung der Europäischen Hochschulinitiative („die Schaffung großer europäischer Universitätsstandorte“) mit konkreten Vorschlägen für gemeinsame Forschungsstrukturen und eine gemeinsame Anwerbung von Personal
  • Förderung der Entwicklung eines europäischen Zugehörigkeitsgefühls, insbesondere bei jungen Menschen

Veranstaltungen für den Hochschulbereich

  • Veranstaltung zur Mobilität am 19. Januar und 35-jährige Erasmus+-Jubiläumsveranstaltung am 20. Januar in Paris
  • Informelles Treffen der Bildungs- und Forschungsminister am 24./25. Januar in Paris
  • Veranstaltung „Les universités pour le futur de l’Europe“ (#FUF2022) am 26. Januar in Paris
  • Informelles Treffen der Bildungs- und Jugendminister am 26./27. Januar in Straßburg
  • Konferenz zu Investitionen in die Bildung am 15. Februar in Paris
  • EU-Afrika-Gipfel am 17./18. Februar in Brüssel; mit Bildung als einer der Top-Prioritäten
  • EU-Indopazifik-Ministerforum am 22. Februar
  • Veranstaltung zur Ausbildung von Lehrkräften am 3./4. März in Chasseneuil-du-Poitou
  • Konferenz über internationale Zusammenarbeit für ein globales Europa der Forschung, Hochschulbildung und Innovation am 8./9. März in Marseille
  • Bildungsratssitzung am 4./5. April in Luxemburg (einschließlich einer gemeinsame Sitzung mit den EU-Finanzministern und -ministerinnen zum Thema Bildungsinvestitionen)
  • Forschungsratssitzung am 10. Juni in Luxemburg
  • Konferenz über den Westbalkan im Juni

Des Weiteren ist ein großes Treffen aller bestehenden europäischen Hochschulallianzen im Juni in Frankreich geplant, bei dem die ersten europäischen Diplome für ausgewählte gemeinsame Abschlüsse verliehen werden sollen. Damit solle die europäische Hochschulinitiative weiter vorangebracht und der Stellenwert der Hochschulen in Europa verankert werden.

Am 27. Januar hat die französische Ministerin für Hochschulbildung, Forschung und Innovation, Frédérique Vidal, das französische Arbeitsprogramm vor dem Bildungsausschuss (CULT) und dem Forschungsausschuss (ITRE) des Europäischen Parlaments vorgestellt.

Mit dem französischen Vorsitz beginnt auch eine neue Trio-Präsidentschaft von Frankreich, Tschechien (2. HJ 2022) und Schweden (1. HJ 2023).