Das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport, Erasmus+, ist am 1. Januar 2014 gestartet. 14,7 Mrd. Euro stehen für die Laufzeit von 2014 bis 2020 für die Zusammenarbeit in Hochschul-, Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung sowie Jugend und Sport  zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Programm über ein Budget von 1,68 Mrd. Euro für die internationale Dimension, d.h. den Mobilitätsaustausch und die Hochschulkooperation mit Partnerländern außerhalb Europas.

Das Erasmus+ Programm umfasst drei Aktionslinien:

  • Leitaktion 1: Mobilität von Einzelpersonen
  • Leitaktion 2: Zusammenarbeit und Austausch von bewährten Verfahren
  • Leitaktion 3: Erasmus+ Politikunterstützung

33 sogenannte „Erasmus+ Programmländer“ nehmen in vollem Umfang am Programm teil. Neben den EU-Mitgliedsstaaten sind dies beispielsweise Norwegen, die Türkei und Mazedonien. Mehr Informationen zur Erasmus+ Teilnahme finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.

Innerhalb der übergreifenden Architektur von Erasmus+ spielt die Hochschulbildung eine Schlüsselrolle. Mindestens 33,3 % des Gesamtbudgets von Erasmus+ sind dabei für die Hochschulbildung zweckgebunden.

Welche Fördermöglichkeiten bietet das Programm Erasmus+ im Hochschulbereich?

  • Studierendenmobilität: Studien- und Praktikumsaufenthalte für Studierende in Europa.
  • Personalmobilität: Mobilität zu Fort- und Weiterbildungs- sowie zu Lehrzwecken für Hochschulpersonal in Europa.
  • Internationale Mobilität: Mobilität von Studierenden und Hochschulpersonal zu Studien- und Lehrzwecken aus den Partnerländern nach Europa und in begrenzten Umfang aus Europa in die Partnerländer - neuerdings auch für Studierendenpraktika.
  • Master-Darlehensfazilität:  Kredite für ein Masterstudium im europäischen Ausland (diese Förderlinie steht zurzeit nur für ausgewählte Länder zur Verfügung).
  • Erasmus+ Strategische Partnerschaften: Förderung von Hochschul- und sektorübergreifenden Kooperationsprojekten in Europa. Diese fördern unter anderem die Innovation und Austausch guter Praxis in der Hochschulbildung durch Kooperation zwischen Hochschulen und/oder Institutionen aus verschiedenen Gesellschaftsbereichen.
  • Wissensallianzen: Unterstützung von Kooperationsprojekten zwischen Hochschulen und Wirtschaft zur Förderung der Innovation in Hochschulen, der Wirtschaft und im sozialen Umfeld. Ziel der Wissensallianzen ist die strukturierte und langfristige Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und Unternehmen zur Förderung der Innovationskapazität Europas.
  • Kapazitätsaufbauprojekte: Kooperationen mit Partnern außerhalb Europas. Die Projekte fördern die Modernisierung und Internationalisierung von Hochschulen und Hochschulsystemen in den Partnerländern Europas.
  • Erasmus Mundus Joint-Master-Degrees: Etablierung transeuropäischer Masterstudiengänge für exzellente Studierende aus der ganzen Welt.
  • Jean-Monnet-Aktionen: Förderung der Lehre und Forschung im Bereich EU-Studien.
  • Zukunftsweisende Kooperationsprojekte: Länderübergreifende Kooperationsprojekte zur Entwicklung und Bewertung neuer innovativer Ansätze in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung und Jugend.
  • Europäische Experimentelle Maßnahmen: Europaweite Zusammenarbeit mit allen Bildungsbereichen zur Erprobung und Durchführung innovativer politischer Maßnahmen unter der Federführung hochrangiger Behörden.
  • Projekte Sozialer Integration: Soziale Integration durch Projekte in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend. Kooperationen/ Partnerschaften und Netzwerkmodelle aus einschlägigen (öffentlichen/ privaten) Akteuren aus unterschiedlichen Sektoren.

Die Förderlinien Mobilität und Erasmus+ Strategische Partnerschaften werden dezentral in den jeweiligen Erasmus+ Programmländern umgesetzt; weitere Förderlinien, wie die Kapazitätsaufbauprojekte, die Wissensallianzen, die Erasmus Mundus Joint Master Degrees, die Jean Monnet-Aktionen sowie die Förderlinien der Erasmus+ Politikunterstützung werden zentral von der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) der Europäischen Kommission in Brüssel verwaltet. Zur EACEA-Website.

Weitere Informationen

Die Website der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD informiert und berät sowohl zu den dezentral, als auch den zentral verwalteten Förderlinien des Hochschulbereichs im Erasmus+ Programm in Deutschland. Sie gibt Auskunft zu den Leitaktionen und dem politischen Rahmen des Programms.

Die Website www.erasmusplus.de gibt einen Überblick zu dem Erasmus+ Programm und den Ansprechpartnern in Deutschland und verlinkt zu den weiteren Förderbereichen der Schul-, Erwachsenen- und Berufsbildungszusammenarbeit, sowie dem Jugend- und Sportbereich.