HOPES-LEB (Higher and Further Education Opportunities and Perspectives for Syrians and vulnerable youth in Lebanon) ist ein mit 8,4 Mio. EUR ausgestattetes Projekt, das von der Europäischen Union über den regionalen Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Krise in Syrien, den 'EU Madad Fund', finanziert und vom DAAD zusammen mit Campus France und Nuffic durchgeführt wird.

Hintergrund des Projekts

Aufgrund des Konflikts in Syrien wurden mehr als sieben Millionen SyrerInnen intern vertrieben, rund fünf Millionen sind aus dem Land geflohen und haben in den Nachbarstaaten Zuflucht gefunden. Der Libanon gilt mit rund einer Million registrierter Personen als das Land der Welt mit dem höchsten Pro-Kopf-Anteil an Flüchtlingen aus Syrien. Infolge der anhaltenden Krise und der lokalen politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist das libanesische Hochschulsystem stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Derzeit sind nur 6% der syrischen Jugendlichen im Libanon zwischen 18 und 30 Jahren an libanesischen Hochschuleinrichtungen eingeschrieben - vor der Krise lag diese Zahl bei 26%.

In diesem Zusammenhang zielt HOPES-LEB darauf ab, die Lebensperspektiven durch Möglichkeiten der Hochschulbildung für gefährdete libanesische Jugendliche und Flüchtlinge aus Syrien im Libanon zu verbessern und damit ihre Chancen auf eine bessere Zukunft zu erhöhen.

Die Laufzeit des Projekts erstreckt sich von April 2020 bis Dezember 2023.

HOPES-LEB verfolgt einen umfassenden Ansatz, der den gesamten Bildungsweg für Hochschulbildung abdeckt, von der Vorbereitung auf ein Universitätsstudium bis hin zum Zugang zum Arbeitsmarkt.

HOPES-LEB Projektaktionen

  • Stipendienfonds: HOPES-LEB stellt ein breites Spektrum von 1.000 Stipendien für gefährdete junge Libanesen und SyrerInnen zur Verfügung. Die Studierenden profitieren von Vorbereitungskursen für Gymnasiasten, regulären akademischen Universitätsstudien (Bachelor und Master) und weiteren Qualifizierungskursen für Absolventen, welche die Beschäftigungsfähigkeit und die unternehmerischen Chancen erhöhen sollen.
  • Akademische Beratung: Die Bereitstellung von Informationen und Beratung im Rahmen des Beratungsprozesses hilft den Studierenden, Entscheidungen auf dem Bildungsweg zu treffen, sodass sie geeignete Angebote identifizieren können, die ihnen helfen könnten, ihre Ziele zu erreichen.
  • Finanzierung der Entwicklung institutioneller Kapazitäten: HOPES-LEB bietet maßgeschneiderte Unterstützung und Finanzierung für innovative Kurzzeit-Bildungsprojekte, die von lokalen Institutionen durchgeführt werden, um auf die spezifischen Bedürfnisse der Studierenden einzugehen und Engpässe im Zusammenhang mit dem Zugang zu und dem Abschluss von Hochschulbildung und einer besseren Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt zu vermeiden.
  • Stakeholder-Dialog: Durch Koordinationssitzungen und lokale Veranstaltungen erleichtert HOPES-LEB weiterhin den nationalen Dialog zwischen den Interessengruppen und die Koordinierung von Maßnahmen im Hochschul- und Weiterbildungssektor im Zusammenhang mit der syrischen Krise im Libanon.
  • Regionales Alumni-Netzwerk: Zusammen mit den anderen vom EUTF finanzierten Hochschulprojekten in der Region wird eine einheitliche regionale Alumni-Gemeinschaft und ein Netzwerk von EUTF-Stipendiaten in Ägypten, Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei aufgebaut, um den Austausch zu erleichtern und ihre Weiterbildungs- und Arbeitsmarktaussichten auf regionaler und internationaler Ebene zu verbessern.

Das Projekt ist eine Fortsetzung des Regionalprojekts HOPES (April 2016 bis August 2020) und zielt darauf ab, einen besseren Zugang zu qualitativ hochwertigen Weiterbildungs- und Hochschulbildungsmöglichkeiten sowie Unterstützung für die Hochschulbildung und lokale Institutionen im Libanon zu bieten.

Weiterführende Informationen

Der regionale Treuhandfonds der EU als Reaktion auf Krise in Syrien, der "EU Madad Fund":

Das HOPES-LEB-Projekt wird von der Europäischen Union über den regionalen Treuhandfonds der EU als Reaktion auf die Krise in Syrien, den "EU Madad Fund", finanziert. Der EU Madad Fund wurde 2014 eingerichtet, um eine koordinierte Reaktion auf die Krise in Syrien zu ermöglichen und syrischen Flüchtlingen und Aufnahmegemeinschaften in den Nachbarländern Syriens die erforderliche Unterstützung zu gewähren. Bis heute hat der EU Madad Fund 2,2 Mrd. EUR für Projekte in den Bereichen Bildung, Lebensunterhalt, Gesundheit, Schutz und Wassermanagement mobilisiert. Weitere Informationen finden Sie hier.