Die Humboldt-Universität zu Berlin war am 8. und 9. Juli 2019 auf Delegationsreise in Brüssel. Unter dem Titel „Erasmus‘ Zukunft – Europas Zukunft“ hatte der Besuch das Ziel, einen genaueren Blick auf die hochschulpolitischen Entwicklungen auf EU-Ebene zu werfen.

Die knapp 25 TeilnehmerInnen waren Mitarbeiter aus dem International Office, den Fakultäten, dem Prüfungsamt und weiteren Einrichtungen der Universität, die sich alltäglich mit dem Erasmus+ Programm beschäftigen. Während des zweitägigen Delegationsbesuchs konnten sie sich mit VertreterInnen der EU-Kommission, der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU, der Landesvertretung Berlin sowie mit einem europäischen Hochschulverband, der European University Foundation (EUF), austauschen.

Wichtig ist, dass all jene, die sowohl aktiv oder auch peripher an einer Programmumsetzung beteiligt sind, einen Beitrag zur Umsetzung des Europäischen Gedankens leisten.

Dietmar Buchmann, Erasmus+ Koordinator an der HU Berlin

Diskutiert wurden die aktuellen Themen der EU-Hochschulpolitik, insbesondere das Thema Brexit und die neue Initiative der Europäischen Hochschulen, dessen Ergebnisse knapp zwei Wochen vor dem Besuch fiel. Dieses Pilotprojekt griff der Vertreter der Generaldirektion der Europäischen Kommission für Bildung (DG EAC) wieder auf, zusammen mit den Neuerungen des Erasmus+ Programms für den Hochschulbereich. Das Programm 2021-2027 solle nun inklusiver, zukunftsorientiert, stärker partizipativer, internationaler, einfacher und weniger bürokratisch werden. Die TeilnehmerInnen ergriffen interessiert die Gelegenheit, die möglichen Auswirkungen dieser Vorhaben auf ihre alltägliche Arbeit mit Erasmus+ zu diskutieren.

Einen praktischen Einblick in die Arbeit der StäV gab die Bildungsattachée der deutschen Ständigen Vertretung am Beispiel der Verhandlungen zum Erasmus-Programm 2021-2027 und der EUF-Vetreter stellte umfassend dar, welche Projekte  und Pläne hinter dem Motto “Erasmus going digital“ stehen. Die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die zukünftige EU-Hochschulkooperation führten zu lebhaften Diskussionen, unter anderem im Hinblick auf den Datenschutz.

Weitere Informationen

Der DAAD in Brüssel hat die Gruppe für das zweite Mal in den Räumen der Außenstelle willkommen geheißen (siehe der Bericht von 2017 Der Berliner Bär in Brüssel: Die HU Berlin zu Besuch in der europäischen Hauptstadt). Neben dem Austausch rund um die Zukunft von Erasmus+ umfasste die Delegationsreise auch einen Besuch des Hauses der europäischen Geschichte und des Parlamentariums sowie das Kennenlernen des „anderen Brüssels“ durch einen Stadtrundgang in der belgischen Hauptstadt. Die Gruppe konnte auch die "Grand Départ" der Tour de France miterleben, die 2019 zum elften Mal in der belgischen Hauptstadt stattfand.

Download: Programm des Besuchs der HU in Brüssel (pdf, 151,20 KB)

Zur Website der Humboldt-Universität