EFR: Fortschritte bei allen Prioritäten trotz bleibender struktureller Herausforderungen

Aus dem am 01. Juni 2026 veröffentlichten „European Research Area (ERA) Scoreboard 2025“ geht hervor, dass von 2010 bis 2023 in zentralen Forschungs- und Innovationsbereichen in der EU, den Mitgliedstaaten und den mit „Horizon Europe“ assoziierten Ländern weiterhin Fortschritte erzielt wurde. Mit der dritten Ausgabe werden das bisherige ERA-Scoreboard und das Dashboard zu einem integrierten Monitoringinstrument zusammengeführt.

Der Bericht liefert Einblicke und Daten zu den Fortschritten auf EU- und nationaler Ebene in den vier ERA-Schwerpunkten: Vertiefung eines wirklich funktionierenden Binnenmarktes für Wissen; Vorantreiben der grünen und digitalen Transformation und Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe am ERA; Verbesserung des Zugangs zu Spitzenleistungen in Forschung und Innovation in der gesamten EU; Förderung abgestimmter Investitionen und Reformen im Bereich Forschung und Innovation. 

Die Ergebnisse zeigen erhebliche Fortschritte bei mehreren Teilprioritäten des EFR. Positive Entwicklungen zeigen sich etwa bei den Synergien mit der Sektor- und Industriepolitik sowie beim Engagement der Bürger und der Gesellschaft für Forschung und Innovation.  Verbesserungen werden insbesondere in Bereichen wie F&E-Investitionen, offene Wissenschaft, Gleichstellung der Geschlechter, Karrieren und Mobilität von Forschenden sowie globales Engagement identifiziert.

Steigender Anteil an ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden 

Von 2014 bis 2019 stieg der Anteil ausländischer Promovierender in der EU-27 moderat von 16,3 % auf 18,4 %. Im Jahr 2020 war ein deutlicher Anstieg des Indikatorwerts zu beobachten. Nach diesem Höchststand ging der Wert leicht zurück, erreichte jedoch im Jahr 2023 erneut 23,3 %. Dieser Trend spiegelt einen allgemeinen Anstieg der internationalen Mobilität von Promovierender im Laufe der Jahre wider. Irland, Zypern, Finnland, Tschechien, Estland und Deutschland gehören dabei zu den Mitgliedstaaten, die seit 2018 sowohl überdurchschnittliche Werte als auch ein überdurchschnittliches Wachstum aufzeigen. Den höchsten Anteil an ausländischen Doktoranden innerhalb der EU-27 weisen Luxemburg und Malta mit einem Wert von über 75 % auf, gefolgt von den Niederlanden, Österreich und Irland. Deutschland liegt knapp über dem Durchschnitt. 

So geht es weiter 

Das ERA-Scoreboard 2025 wird zeitnah durch weitere analytische Ergebnisse im Rahmen des ERA-Überwachungsmechanismus ergänzt, darunter länderspezifische Bewertungen („Country Snapshots“). Die Europäische Kommission plant die Verabschiedung eines Vorschlags für ein ERA-Gesetz im dritte Quartal 2026, wie im „Wettbewerbsfähigkeitskompass für die EU“ angekündigt. 

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