Berlin - Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen

© Senatskanzlei Berlin
Der DAAD und die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland im Königreich Belgien luden am 12. Mai 2025 herzlich zur Vernissage unter dem Thema „Celebrating Women and Diversity in Science“ ein.

Frauen und Vielfalt in der Wissenschaft feiern

Frauen haben einen unglaublichen Beitrag zur Wissenschaft geleistet, doch sie bleiben weitgehend unsichtbar und sind deutlich unterrepräsentiert. In der EU repräsentieren Frauen nur ein Drittel der Gesamtzahl der Forscher in Europa.

Die einzigartige Ausstellung „Berlin – Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ will dieses Vorurteil ändern und bietet eine Plattform, auf der zeitgenössische Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Forschungsbereichen vorgestellt werden. Das Projekt „Hauptstadt der Wissenschaftlerinnen“ wurde erstmals vom Berlin Institute of Health in der Charité (BIH) durchgeführt und ist Teil der einjährigen Kampagne ‘Wissensstadt Berlin 2021’. Seitdem wurde die Ausstellung an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt gezeigt und feierte nun ihre Premiere in Brüssel.

Mit der Ausstellungseröffnung nutzen die Organisatoren die Gelegenheit, Frauen und die Vielfalt in der Wissenschaft zu würdigen und gleichzeitig mehr über inspirierende Persönlichkeiten zu erfahren, die diesen Bereich heute prägen.
Die Ausstellung, die bis zum 02. Juni im Press Club Brüssel zu sehen ist, zeigt Porträts von 22 Wissenschaftlerinnen aus der Vergangenheit und Gegenwart. Darunter sind Pionierinnen, die den Weg für künftige Generationen geebnet haben, sowie herausragende Forscherinnen der Gegenwart, die mit ihrer Arbeit weiterhin einen Unterschied bewirken.

Nach den Grußworten von S. E. Martin Kotthaus, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland beim Königreich Belgien und Dr. Jenny Morín Nenoff, Referentin für Diversität und Chancengleichheit beim DAAD, erhielt Frau Prof. Dr. Theda Borde das Wort. Als Projektleiterin des Programms „Empowerment für Diversität“ an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Hauptrednerin des Abends präsentierte sie Statistiken, Zahlen und Beispiele zur Unterrepräsentation von Frauen im Hochschulbereich – von Studentinnen bis hin zu Professorinnen. Dabei machte sie deutlich, wo politisches und institutionelles Handeln noch dringend erforderlich ist.

In der anschließenden Podiumsdiskussion sprach sie gemeinsam mit Prof. Dr. Sarah-Maria Fendt von der KU Leuven und Adrien Braem von Science Europe über das Thema „Empowering Women in Science“. Im Mittelpunkt standen konkrete Lösungsansätze ebenso wie strukturelle Hürden – etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, unzureichende Kinderbetreuung oder das Fehlen weiblicher Vorbilder in der Wissenschaft.

Die zentrale Botschaft des Abends lautete: Talent kennt kein Geschlecht.

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