EU-Parlament verabschiedet Entschließung zur Zukunftsstrategie für die Allianzen
Die Entschließung setzt ein klares Signal für eine stärkere Institutionalisierung der Europäischen Hochschulallianzen. Es fordert den Übergang von einer projektbasierten Logik hin zu einer langfristigen, transformativen Zusammenarbeit und spricht sich für eine koordinierte, nachhaltige und vorhersehbare Finanzierung auch über das Jahr 2027 hinaus aus.
Zur Sicherstellung einer kontinuierlichen Finanzierung der bestehenden Allianzen plädiert das Parlament für einen beschleunigten Erneuerungsprozess erfolgreicher Allianzen – mit dem Ziel, unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Zudem ruft das Parlament die Mitgliedstaaten auf, sich zur Kofinanzierung der Allianzen aus nationalen Haushalten zu verpflichten. Die Europäische Kommission wird aufgefordert, eine umfassende Investitionsstrategie vorzulegen, die Synergien mit bestehenden EU-Programmen wie Horizont Europa, dem Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit, dem Europäischen Sozialfonds Plus sowie dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung nutzt.
Die Entschließung hebt außerdem hervor, dass die Internationalisierung von Allianzen unter anderem im Einklang mit der Global-Gateway-Strategie und Fachkräftepartnerschaften gestärkt werden muss und sieht die Allianzen als eine geeignete Ausgangsbasis für den Aufbau von Partnerschaften mit Drittstaaten – insbesondere mit Bewerberländern, die die internationale Dimension von Erasmus+ verstärken können, zum Beispiel durch Instrumente wie Erasmus Mundus.
Es fordert die Kommission auf, im Einklang mit Themen im Zusammenhang mit der strategischen Autonomie und der Wettbewerbsfähigkeit Europas wie Resilienz, Energie, Klimawandel, digitaler Wandel, digitale Kompetenzen und Verteidigung die Aufnahme von Kriterien in mögliche künftige Ausschreibungen zu erwägen und dabei die Kernziele der Einhaltung der Werte der EU sowie von Exzellenz in der Bildung und Innovation zu berücksichtigen.
Die Entschließung betont außerdem, dass Allianzen über die geeigneten Strukturen und Kapazitäten verfügen müssen, um den Transfer von der Wissenschaft an die Wirtschaft zu unterstützen und zur Verwirklichung der Ambitionen der EU in Bezug auf ihre strategische Autonomie beizutragen.
Darüber hinaus fordert das Parlament Maßnahmen zur Erleichterung der gemeinsamen Einstellung von akademischem Personal und von Forschenden sowie die Entwicklung und Nutzung gemeinsamer Einrichtungen.
Der Bericht wurde mit 461 Ja-Stimmen und 100 Nein-Stimmen angenommen.