Joint Statement zum Beitrag von Forschung und Hochschulbildung zur Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit

Am 7. April 2026 haben europäische Hochschulrektorenkonferenzen und Universitätsverbände, darunter die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), ein gemeinsames Statement zur künftigen Ausrichtung der EU-Programme in Forschung und Bildung veröffentlicht. Im Fokus stehen das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innnovation Horizon Europe (FP10), der Europäische Wettbewerbsfonds (ECF), der ERA-Act sowie das künftige Erasmus+-Programm.

Vor dem Hintergrund geopolitischer Krisen und globaler Herausforderungen betonen die Unterzeichnenden die zentrale Rolle von Forschung, Wissen und europäischer Zusammenarbeit. Ein starkes europäisches Engagement sei notwendig, um wissenschaftliche Exzellenz zu sichern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Wissen als gesellschaftliches Gemeingut zu erhalten.

Internationale Hochschulbildung und Austausch werden dabei als wesentliche Treiber für Innovation, kritisches Denken und interkulturelles Verständnis hervorgehoben. Entsprechend wird eine verlässliche und ausreichende Finanzierung des künftigen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation (FP10) als entscheidend angesehen.

FP10 solle weiterhin die zentrale Säule der europäischen Forschungsförderung bilden, während der Europäische Wettbewerbsfonds (ECF) die Umsetzung von Forschungsergebnissen in konkrete Anwendungen unterstützt und so Europas Innovationskraft und strategische Unabhängigkeit stärkt. Gefordert wird hierfür eine Governance-Struktur, in der FP10 in allen Säulen weiterhin maßgeblich von der Forschungs- und Innovationsgemeinschaft gestaltet und umgesetzt wird. Beide Instrumente sollen komplementär wirken und die Wirkung europäischer Forschung insgesamt erhöhen.

Im nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen sollte ihr Budget daher deutlich erhöht werden, um steigender Nachfrage und höherer Kosten gerecht zu werden, eine breite Beteiligung zu ermöglichen und die Kooperation im Europäischen Hochschulraum zu stärken.

So können Studierende gezielt Kompetenzen entwickeln, die sowohl für die europäische Zusammenarbeit als auch für einen sich dynamisch wandelnden Arbeitsmarkt entscheidend sind. Gleichzeitig fördern internationale Mobilität und Austausch kritisches Denken, Kreativität und interkulturelles Verständnis – mit Wirkungen, die über unmittelbare wirtschaftliche Effekte hinausgehen und wesentlich zum gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhalt in Europa beitragen

Vor diesem Hintergrund werden 220 Milliarden Euro für FP10 sowie 60 Milliarden Euro für Erasmus+ gefordert.

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