EU-Kommission schlägt Mittel (für Verpflichtungen) in Höhe von 200 Mrd. € für EU-Jahreshaushalt 2027 vor

Am 10. Juni 2026 hat die EU-Kommission Mittel (für Verpflichtungen) in Höhe von 200 Mrd. €  für den EU-Jahreshaushalt 2027 vorgeschlagen. Mit dem Haushaltsplanentwurf 2027 verfolgt die Kommission die Prioritäten der Union in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit, Verteidigung, Asyl- und Migrationsmanagement, sauberer und digitaler Wandel, Vorsorge und Resilienz. Bestehende politische Prioritäten sollen fortgeführt werden, gleichzeitig soll die EU besser auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen vorbereitet werden. Auch die Unterstützung der Ukraine ist weiterhin vorgesehen.

Mittel für Leitprogramme wie Erasmus+, die Fazilität „Connecting Europe“ und das Binnenmarktprogramm sollen leicht aufgestockt werden. Auch die Landwirtschaft wird weiterhin unterstützt, um die Ernährungssicherheit der Union zu gewährleisten, und um die wirtschaftliche Stabilität und die Entwicklung ländlicher Gebiete zu fördern. Im ersten vollständigen Jahr der Umsetzung des Asyl- und Migrationspakets werden den Mitgliedstaaten durch Aufstockungen des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und des Instruments für finanzielle Hilfe im Bereich Grenzverwaltung und Visumpolitik, zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Wie jeder Jahreshaushalt wird der Plan durch den Rat und das Parlament ausgehandelt, damit er vor Jahresende angenommen werden kann.

Die Kommission schlägt unter Anderem die folgenden Zuweisungen von Mitteln für Verpflichtungen für die verschiedenen Prioritäten der EU vor: 

Der Haushaltsentwurf sieht 17,3 Mrd. € für Resilienz und Werte, davon 4,5 Mrd. €  für  Erasmus+ zur Schaffung von Bildungs- und Mobilitätsmöglichkeiten vor (vgl.  4,3 Mrd. € laut Kommissionsplan für das Jahr 2026; verabschiedetes Budget: 5,2 Mrd. €). 

13,8 Mrd. € sind für Forschung und Innovation vorgesehen; der Großteil (12,8 Mrd. €) für “Horizont Europa” (12,97 Mrd. € laut Kommissionsplan für 2026; verabschiedetes Jahresbudget 2026: 14 Mrd. €). 

Die Kommission sieht 10,1 Mrd. € für das Instrument für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit – Europa in der Welt vor (NDICI/Europa in der Welt), 2,1 Mrd. € für das Instrument für Heranführungshilfe (IPA III) und 0,50 Mrd. € für die Wachstumsfazilität für den Westbalkan. Damit ist der Entwurf für das kommende Haushaltsjahr weitgehend mit dem Jahreshaushalt 2026 vergleichbar. 

Die Mittel für die humanitäre Hilfe fallen mit 2,0 Mrd. € leicht höher als in der Planung des 2026 Haushalts aus (HUMA; vgl. 1,93 Mrd. € laut Vorjahresplan; verabschiedetes Jahresbudget 2026: 2 Mrd.). Die im Haushaltsentwurf veranschlagten Mitteln für Maßnahmen im Außenbereich kommen weiterhin syrischen Flüchtlingen sowie der humanitären Hilfe in der gesamten Welt zugute. Ein Teil dieser Mittel dient auch der Finanzierung des 2025 vereinbarten Pakets in Höhe von 1,6 Mrd. €  für Palästina; 200 Mio. € sind für Grönland vorgesehen. 

Kontakt

Standort-Pin auf Kartendarstellung