Als eine neue Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahme soll das ad hoc-Stipendienprogramm „MSCA4Ukraine“ i.H.v. 25 Mio.€ 200 Forschenden (Doktoranden und Postdoktoranden) aus der Ukraine für 2 Jahre ermöglichen, ihre Forschung an einer Universität in einem mit Horizont Europa assoziierten Land fortzusetzen.

Das Programm wird von einem erfahrenen Konsortium von 10 Organisationen durchgeführt, welches sich im Rahmen des Projektes „Inspireurope“ (Link) mit Hilfe eines MSCA-Koordinierungs- und Unterstützungszuschusses aus dem vorangegangenen Forschungsprogramm Horizont 2020 gegründet hat. Zu den Konsortialpartnern zählen u.a. Scholars at Risk Europe (im Lead), die Alexander von Humboldt Stiftung und die EUA.

Das neue Programm MSCA4Ukraine, das in der Änderung des Arbeitsprogramms Horizont Europa 2021-2022 enthalten ist (Link), soll wissenschaftliche Spitzenleistungen (offen für alle Bereiche der Forschung und Innovation), Fähigkeiten und Karriereentwicklung, Chancengleichheit und Inklusion sowie attraktive Arbeitsbedingungen fördern. Trainingsmaßnahmen werden Teil der Unterstützung für die Forschenden sein, wobei der Schwerpunkt sowohl auf der Entwicklung forschungsbezogener als auch übertragbarer Schlüsselqualifikationen und -kompetenzen liegt. Wie bei den anderen MSCA-Maßnahmen werden auch im Rahmen dieses Programms Familienzulagen für die Forschenden gewährt. Weitere Informationen über die Umsetzung des Programms für Einrichtungen, die Forschende aufnehmen möchten, werden nach dem Sommer 2022 zur Verfügung gestellt.

Der Vorschlag des Europaabgeordneten Christian Ehler (EVP, Deutschland) für ein permanentes und regional übergreifendes Programm für scholars at risk wird aktuell noch geprüft (Link). Gleiches gilt für den Vorschlag zur Einrichtung einer Expertengruppe für scholars und students at risk, den der DAAD gemeinsam mit NAWA, HK-dir, EUA, ACA und der ständigen Vertretung Deutschlands bei der EU in Form eines Briefes an die EU-Kommission unterbreitet hat.