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2024 EAIE Barometer: Stand der Internationalisierung im EHR aus Sicht der Beschäftigten

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Die dritte Ausgabe des EAIE-Barometers bietet einen Einblick in den Stand der Internationalisierung in der europäischen Hochschulbildung aus Sicht von im Internationalisierungsbereich tätigen Fachleuten im Europäischen Hochschulraum (EHR). Die Ergebnisse liefern Stakeholdern und politischen Entscheidungsträgern Hinweise auf die Vitalität, Prioritäten und Anliegen des Sektors in einer Zeit signifikanter geopolitischer Veränderungen.

An der Umfrage nahmen 2.817 Personen aus 46 EHEA-Ländern teil. 55% der Befragten sind an einer Hochschuleinrichtung beschäftigt. 75% der Befragten geben an, keiner unterrepräsentierten Gruppe anzugehören.

Die drei wichtigsten Kernthemen der Internationalisierung sind für die Befragten das Wohlbefinden der Studierenden/Personal, die Digitalisierung von Verwaltungsaufgaben sowie die Themen Integration und Vielfalt.

Darüber hinaus sind die Themen, die für die Befragten derzeit auf persönlicher oder beruflicher Ebene am interessantesten sind, das Wohlbefinden der Studierenden und Mitarbeitenden, die Digitalisierung von Verwaltungsaufgaben sowie Inklusion und Diversität. Auf die Frage nach dem Hauptanliegen der Institution bezüglich der Beteiligung an der Internationalisierung werden die Reputation oder das Ranking der eigenen Institution mit 47% etwas ungefähr so häufig genannt wie das Interesse an den Lernergebnissen der Studierenden (46 %) und die Wirkungen auf die Forschungstätigkeit (46 %).

43 % der Befragten bewerten die Auswirkungen der EU-Initiative “Europäische Hochschulen” auf die Internationalisierungsaktivitäten ihrer Hochschule als positiv; nur 1 % sehen negative Auswirkungen. 57% der Befragten stimmen voll und ganz zu, dass sich die Erasmus+ Personalmobilität positiv auf ihre Karriere ausgewirkt hat. Dabei spielt die Größe der Hochschuleinrichtung eine Rolle. Nur 36 % der Befragten aus kleineren Hochschulen mit 5.000 oder weniger Studierenden geben an, dass die Initiative einen positiven Einfluss auf die Internationalisierungsaktivitäten ihrer Hochschuleinrichtung hat. Dies steht in deutlichem Gegensatz zur Einschätzung der Befragten aus größeren Hochschulen, mit 49 % aus Hochschulen mit mehr als 20.000 Studierenden. Eine mögliche Erklärung ist die Tatsache, dass große (10.000-25.000 Studierende) und sehr große (über 25.000 Studierende) Hochschuleinrichtungen mit größerer Wahrscheinlichkeit als vollwertiger Partner an einer Allianz beteiligt sind (Link) und sich eine unmittelbare Wirkung der Initiative wahrscheinlicher ist.

Eine starke regionale Diskrepanz zeigt sich bei der Bewertung der EU-Initiativen zur Anerkennung. 79 % der Befragten aus Westasien stimmten voll und ganz zu, dass diese Initiativen die Anerkennungsverfahren an ihrer Hochschule effizienter und transparenter gemacht haben, während nur 36 % der Befragten aus Nordeuropa und 38 % der Befragten aus Westeuropa dieser Aussage (voll und ganz) zustimmten. Die Stärkung der internationalen/interkulturellen Inhalte des Lehrplans und virtuelle Internationalisierungsaktivitäten sind die beiden Hauptthemen, denen Hochschulen in den nächsten drei bis fünf Jahren mehr Aufmerksamkeit schenken müssen, um ihre Internationalisierungsziele zu erreichen.

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